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Jahr

Ereignis

1340

Wolhynien wird von Litauen besetzt, blieb dort bis 1569 (Lubliner Union)

1569

Wolhynisches Gebiet kam an Polen (polnische Bauern als Siedler)

1652

Gründung der "Deutschen Vorstadt" ("Nemeckaja Sloboda") in Moskau

1703

Gründung der Stadt St. Petersburg

1727

"St. Petersburger Zeitung", die erste deutsche Zeitung in Russland erscheint (1916 verboten. 1991 wiedergegründet)

1763-65

22. Juli 1763 - Manifest der Kaiserin Katharina II. (1762 1796). Aufruf an Ausländer zur Einwanderung nach Russland.

1764

19. März - Kolonialkodex: Festlegung der Agrarordnung in den Kolonien

1765

Gründung einer ersten deutschen Gemeinde wird in der Wolgaregion gegründet, die Herrenhuter Gemeinde in Sarepta/ Wolga.

1773

Erste Teilung Polens

1774-92

Russland erwirbt vom Osmanischen Reich in zwei Türkenkriegen das gesamte Küstenland am Schwarzen Meer (das Schwarzmeergebiet) zwischen Dnjestr und Kuban, einschliesslich der Krim (Taurien, Neu Russland).

1783

Vertrag mit Georgien und die Einverleibung der Krim

1789

Juli - Chortitza, erste mennonitische Kolonie in Süd-Russland am Dnjepr gegründet. Auch "Altkolonie" genannt.

1793

Zweite Teilung Polens und die Besetzung aller ukrainischen Gebiete mit Ausnahme Ostgaliziens sowie des restlichen Weissrutheniens mit Minsk. - Gründung der Hafenstadt Odessa.

1795

3. Januar - Dritte Teilung Polens: Auflösung Polens, Südpolen an Österreich, Masowien mit Warszawa an Preussen, Litauen und Wolhynien (2. Hälfte des 19. Jahrhunderts deutsche Siedlungen) an Russland

 

24.Oktober - Preussen unterzeichnet Vertrag über 3.Teilung Polens

1800

6. September - Gnadenprivileg Pauls I. (1796-1801) zugunsten der Mennoniten

1804

Manifest Alexanders I. (1801-18251. Einladung zur Ansiedlung Deutscher im Schwarzmeergebiet. Er verspricht ihnen freies Land und politische Privilegien. Zahlreiche Deutsche aus Süddeutschland und Westpreussen gründen Kolonien - 20. Februar.

1804-1824

Gründung zahlreicher Kolonien im Schwarzmeergebiet durch Einwanderer aus Süddeutschland und Danzig-Westpreussen.

1812

Friede von Bukarest über die Abtretung von Bessarabien durch die Türkei

1815

Wiener Kongress und die Angliederung von Kongresspolen

1816

Die ersten Mennoniten aus dem Danziger Raum, der Rheinpfalz und Württemberg kamen nach Wolhynien

1838

9. November - Nikolaus I. (1825-1855) bestätigt die Privilegien der Kolonisten

1842

Kodifizierung aller Freiheiten, Pflichten und Privilegien der Kolonisten und Verleihung der Bürgerrechte an die Kolonisten im ganzen Zarenreich.

1863/64

2. große Einwanderungswelle deutscher Siedler aus Polen, Niedersachsen, Pommern und Schlesien

1863

Gründung der "Odessaer Zeitung".

1867

Verkauf von Alaska an die Vereingten Staaten von Amerika

1871

4./16. Juni - Aufhebung des Kolonialstatuts der "ausländischen Kolonisten" (u.a. Aufhebung der Selbstverwaltung der Kolonien)

1874

Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht. Für Mennoniten als Ersatz Forstdienst. Beginn der Auswanderung nach Nord- und Südamerika. Die ersten deutschen Familien lassen sich in der Dakota-Region, in Yankton nieder

1879

7. Oktober - Deutsch-Österreichisches Bündnis (Zweibund). Folge: Verschlechterung der Lage derDeutschen in Russland

1881

13. März - Zar Alexander III. wird am 13. März ermordet, danach Thronbesteigung Alexanders III. (1881 - 1894). Die Russifizierung lastet auf den deutschen Siedlungen; 24. Mai - Einweihung der Katholischen Kathedrale in Saratow

1904-1905

Russisch-japanischer Krieg. Niederlage Russlands führt zu teilweiser Liberalisierung. Dadurch neuer wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung in den deutschen Kolonien

1908

Geschlossenes deutsches Siedlungsgebiet entsteht in der Kulundasteppe (Sibirien)

1914

1. August - Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 1. August. Im russischen Heer dienen 300.000 Deutsche, aber die ethnischen Deutschen werden trotzdem zu Feinden des Zarenreiches erklärt

1915

27. Mai - Pogrom gegen Deutsche in Moskau am 27. Mai. Viele Geschäfte werden geplündert, 40 Deutsche verwundet, drei ermordet. zwischen Februar und 13. Dezember - Liquidationsgesetze. Deutscher Landbesitz in einem Grenzstreifen von 150 km im Westen und am Schwarzen Meer soll liquidiert werden. Später Ausdehnung auf andere Gebiete bis zum Ural. Verschleppung der Wolyniendeutschen nach Sibirien

1916

16. September - Beginn der zweiten Brussilow-Offensive zwischen Karpaten und Wolhynien. Sie dauert bis Oktober und wird abgewehrt

1917

15. März - Abdankung Nikolaus II. (Februarrevolution) am

15. März. Alsbald Aufhebung der Liquidationsgesetze

 

20.-23. April - Erster gesamtdeutscher Kongress in der Geschichte der Deutschen in Russland. Gründung eines Zentralkomitees aller Russlanddeutschen.

7. November (25. Oktober). Bolschewistische Revolution (Oktoberrevolution) führen zunächst zu Erleichterungen für die Russlanddeutschen

1918

Friede von Brest-Litowsk und der Verlust nahezu aller nichtrussischen Volksgebiete im Westen, Repatriierungsklausel zugunsten der Deutschen in Russland - 3. März.

1919

Der Rat der Volkskommissare Russlands genehmigt per Dekret vom

19. Oktober die Gebietsautonomie der Wolgadeutschen ("Arbeitskommune").

1921

Friede von Riga mit Polen; das Land wird zwischen Polen (westliche Teil) und die sowjetische Ukraine geteilt (Osten). Die Woiwodschaft Wolhynien wird wieder errichtet.

1921-1927

Neue Ökonomische Politik (NÖP). Vorübergehende Erholung in den deutschen Kolonien.

1923

Gründung des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Verbandes (A.M.LV.) am 16. Mai.

1924

Gründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Wolgadeutschen am 20. Februar. Hauptstadt Engels (Pokrovsk).

1927

Letzte Siedlungsneugründung am Amur.

1928

Die Kollektivierung beginnt, begleitet von den durch Hungersnöten ausgelösten Angriffen auf wohlhabende Bauern, Entkulakisierung und Schließung der Kirchen

1929

November/Dezember - ca. 14.000 Deutsche aus allen Teilen des Landes sind mit ihren Familien nach Moskau aufgebrochen in der Hoffnung, eine Ausreiseerlaubnis zu bekommen.

Nach langen Verhandlungen werden 5.671 in Deutschland - nur zur Durchreise (!) - aufgenommen, von wo sie nach Nord- und Südamerika weitergeleitet wurden. Die anderen werden gewaltsam und unter unmenschlichen Bedingungen zurücktransportiert.

1938-39

Stalinistische Säuberungen. Russisch und Ukrainisch ersetzen Deutsch als Unterrichtssprache. Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt.

Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Die Bessarabiendeutschen werden vertrieben und in den Warthegau in das von den Deutschen besetzte Polen umgesiedelt. Auflösung aller Rayons außerhalb der ASSRdWD.

1939

 

August

23. August - Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt.

September

1. September - Ausbruch des Zweiten Weltkrieges - Beginn des deutschen Angriffes gegen Polen. Eingliederung Danzig in das Reich.

 

 

3. September - Kriegserklärung Großbritaniens und Frankreichs an Deutschland

 

17. September - Die Rote Armee marschiert in Polen ein

 

27. September - Unter Führung Heydrichs wurde das Reichssicherheitshauptamt (RSHA), das aus der Sipo, dem Sicherheitshauptamt, dem GeStapo und dem Reichskriminalpolizeiamt gebildet

 

28. September - Unterzeichnung des vertraulichen deutsch-sowjetischen Protokolls zur "Übersiedlung" der deutschstämmigen Bevölkerung aus der sowjetischen Interessenssphäre.

Mit dieser 5. historischen Teilung Polens trennte Hitler als erstes durch den Erlass vom 8.10.1939 auch rein polnische Territorien unter der offiziellen Bezeichnung "Eingegliederte Ostgebiete" von dem sogenannten Reststaat ab (Reichsgaue Westpreussen und Posen); letzteren benannte er vier Tage später in "Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete" (Unter der Führung Dr. Frank) um.

Anfang Juli erklärte Hitler offiziell das nunmehrige "GG" zum "Nebenland des Reiches", deren definitive Eingliederung des "GG" in das Reich im Herbst 1940 erfolgte

 

29. September - Reichsführer SS (RF-SS) Himmler wird von Hitler in geheimem Führererlass mit der "Festigung Deutschen Volkstums" beauftragt

Oktober

6./7. Oktober - Hitler erklärt öffentlich die Absicht, die "ethnographischen Verhältnisse" in Europa mit Hilfe der Umsiedlungen neu zu ordnen und in diesem Zusammenhang auch nach einer "Regelung des jüdischen Problems" zu suchen. Er beauftragt Heinrich Himmler, die neue Ethnopolitik als "Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums" zu planen und zu koordinieren

 

7. Oktober - Himmler installiert eine Dienststelle "Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums" (RKF). 1941 erfolgte die Umbenennung in "Stabshauptamt für die Festigung deutschen Volkstums" (StaRKF)

 

11.Oktober - Errichtung der Einwandererzentralstelle (EWZ)

 

12. Oktober - Hitler unterzeichnet den Erlass "über die Verwaltung der besetzten Gebiete". Darin heißt es - ohne Festlegung des Zeitpunktes und des Grenzverlaufes: "Die von den deutschen Truppen besetzten Gebiete werden dem Generalgouverneur für die besetzten polnischen Gebiete unterstellt, soweit sie nicht in das Deutsche Reich eingegliedert sind." (RGBl. 1939/I, S. 2077 f. Vgl. Auch Erlass von Hitler vom 8.10.1939, S. 2042 f.). Mit dem selben Erlass, der am 26. Oktober 1939 in Kraft trat, wurde Hans Frank zum Generalgouverneur ernannt

 

12. Oktober - Errichtung der EWZ-Dienststelle in Gotenhafen -

 

13. Oktober - Heydrich gründet die Einwandererzentralstelle Nord-Ost (EWZ). Ihre Aufgabe bestand in der rassischen Bewertung, Einbürgerung und zunächst auch in der vorübergehenden Unterbringung deutscher Umsiedler. Chef der EWZ wurde Dr. Martin Sandberger. (BAK, R 43/II/1412, Bl. 53. Die Bezeichnung "EWZ Nord-Ost" wurde später in "EWZ" geändert; Stabsbefehl Nr. 9 vom 8.10.1940; AGK, EWZ/L/2, Bl. 7)

 

15. Oktober - Protokoll zwischen Deutschland und Estland über die Umsiedlung der deutschen Volksgruppe Estland in das Deutsche Reich in Tallin unterzeichnet

 

19. Oktober - Errichtung der Haupttreuhandstelle Ost (HOT) durch Göhring

 

21. Oktober - Unterzeichnung des deutsch-italienischen Umsiedlungsvertrages für die Gebiete von Oberetsch und Kanaltal

 

22. Oktober - Erste Durchschleusung von Baltendeutschen Umsiedlern

 

26. Oktober - Hans Frank tritt sein Amt als Generalgouverneur in Krakau an

 

30. Oktober - Unterzeichnung des deutsch-lettischen Umsiedlungsvertrages für das ganze Staatsgebiet

November

1. November - Eingliederung der polnischen Westukraine

 

1. November - Die Dienststelle Gotenhafen wird Nebenstelle und Errichtung der EWZ-Nebenstelle in Posen

 

2. November - Eingliederung des polnischen Westweissrutheniens

 

3. November - Gründung der Deutsche Umsiedlungs-Treuhandgesellschaft m.b.H. (DUT) durch Hitler als Hausbank des RKF

 

7. November - Errichtung der EWZ-Dienststelle in Stettin

 

9. November - Region Kutno/Lodz wird zur Platzgewinnung für die Ansiedlung der Baltendeutschen dem annektierten Warthegau zugeschlagen

 

Friedensvermittlungsangebot des Königs von Rumänien (am 16.11. von Hitler abgelehnt) - 13. November

 

Errichtung der EWZ-Dienststelle in Schneidemühl - 14. November

 

Die Sowjetunion und das Deutsche Reich schließen den Vertrag zur Umsiedlung der Volksdeutschen aus den von der Sowjetunion annektierten Gebieten Ost- und Südostpolens (Narewgebiet, Wolhynien, Ostgalizien) in Moskau ab - 16. November

 

Heydrich zerlegt das Umsiedlungsprogramm in einen Nah- und Fernplan. Danach sollten im Rahmen des 1. Nahplans zunächst 80.000 Menschen vertrieben werden. Tatsächlich wurden in der Zeit vom 1. bis 17.12. 87.838 Menschen aus den annektierten westpolnischen Provinzen in das GG deportiert, darunter alle Juden, die im westlichen (ehem. Preussischen Teil des Warthegaus) lebten. Lief unter der Bezeichnung "Ansiedlung von Balten- und Wolhyniendeutschen und Evakuierung von Polen und Juden - 28. November

 

Erlass Hitlers, nachdem alle Juden und Polen "sofort standrechtlich zu erschiessen" sind, die nach der Umsiedlung ins GG über die grüne Grenze zurückkehren - 29. November

Dezember

1. Dezember - Auflösung der EWZ-Dienststelle in Gotenhafen und Errichtung der EWZ-Nebenstelle in Litzmannstadt

 

13. Dezember - Umsiedlungsbehörden in Posen legen den Beginn für den 2. Nahplan auf den 21. Dezember 1939 fest [ Aufstellung der UWZ/P vom 16.4.1940 über die bis dahin ergangenen AO

 

14. Dezember - Abkommen über die russich-deutsche Interessensgrenze

 

22./23. Dezember - Die ersten etwa 1000 Volksdeutschen aus Wolhynien treffen in Pabianice bei Lodz ein

1940

 

Januar

15. Januar - Ausbau der Nebenstelle Litzmannstadt zur Zentralstelle

Februar

1. Februar Umsiedlung der Volksdeutschen aus Ostgalizien und Wolhynien wird für abgeschlossen erklärt. 107 000 Menschen seien in 250 Transporten in Lodz eingetroffen, von denen 65 000 ins "Altreich" umgesiedelt werden.

8. Februar - In Litzmannstadt beginnt "die Umsiedlung von Juden innerhalb der Stadt mit dem Zweck der Wohnraumbeschaffung für Balten"

 

10. Februar - Errichtung eines Führungsstabes in Berlin

 

12./13. Februar - Deportation Stettiner Juden in die Gegend von Lublin, zur Gewinnung von Wohnraum für Baltendeutsche mit seegebundenen Berufen

 

15. Februar - Auflösung der Nebenstelle Schneidemühl

März

1. März - Leiter des Warthegaus, Greiser, ordnete die Ansiedlung der Wolhynien- und Galiziendeutschen im Osten des Warthegaus an, um dort einen "undurchdringlichen Wall mit deutschen Menschen gegen das Polentum zu schaffen". (Schr. Greisers vom 1.3.1940 an die Regierungspräsidenten von Kalisch und Hohensalza; AGK, Greiser-Prozess / 36, Bl. 549 ff.)

Hitler unterzeichnet die erste operative Weisung für die Besetzung Dänemarks und Norwegens als Unternehmen "Weserübung"

 

2. März - Koppe befiehlt zur Ansiedlung von Wolhynien- und Galiziendeutschen, die Aussiedlung polnischer Bauern vorzubereiten

 

12. März - Friede von Moskau am - Angliederung von Westkarelien mit Wiborg sowie weiterer Teile Finnlands

 

23. März - Auflösung der EWZ-Nebenstelle Stettin

 April

9. April - Beginn der Besetzung Dänemarks und Norwegens durch deutsche Truppen

 

24. April - Erlass des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD über Errichtung einer UWZ in Posen

 

30. April - Verordnung über die Einführung des deutschen Wehrrechts in den eingegliederten Ostgebieten, bereits mit Wirkung vom 1. März 1940 (RGBl. 1940 I S. 707)

 Mai

17. Mai - Kampflose Besetzung von Brüssel

 

28. Mai - König Leopold III. Unterzeichnet die Kapitulation der belgischen Armee und begibt sich in deutsche Kriegsgefangenschaft

 

29. Mai - Unter dem Eindruck der deutschen Siege im Westen schwenkt Rumänien, bisher neutral mit Sympathien für die Alliierten, auf die deutsche Seite über. Unterzeichnung des "l-Waffen-Pakts"

 Juni

1. Juni - Auflösung der EWZ-Nebenstelle Posen

 

5. Juni - Beginn der "Schlacht um Frankreich" (Fall Rot)

 

8. Juni - Errichtung der EWZ-Nebenstelle in Lublin

 

10. Juni - Kapitulation der norwegischen Truppen (General Ruge) in Nordnorwegen. Damit ist das Unternehmen "Weserübung" abgeschlossen

 

Beginn der Durchschleusung im Generalgouvernement östlich der Weichsel - 17. Juni

 

22. Juni - Abschluss des deutsch-französischen Waffenstillstandes in Compiegne

 

24. Juni - Italienisch-französischer Waffenstillstand in Rom

 

25. Juni - Waffenruhe in Frankreich

 

26. Juni - Sowjetisches Ultimatum an Rumänien über Abtretung Bessarabiens und der Nordbukowina, am 27.6. angenommen.

Vom 28.6. - 1.7. Besetzung dieser Gebiete durch die Rote Armee

 

29. Juni - Eingliederung von Bessarabien und des Nordbuchenlands

 Juli

23. Juli - Errichtung der EWZ-Nebenstelle in Pirna

 

31. Juli - Beginn der Durchschleusung östlich der Weichsel im Generalgouvernement

 August

15. August - Beginn der Durchschleusung westlich der Weichsel im Generalgouvernement

 

28. August - Errichtung der EWZ-Verbindungsstelle Berlin

 

28. August - Rückverlegung des Führungsstabes von Berlin nach Litzmannstadt

 September

2. September - Errichtung der EWZ-Verbindungsstelle Krakau

 

6. September - Errichtung des EWZ-Kommandos Galatz (Rumänien)

 

6. September - Errichtung des EWZ-Kommandos Belgrad

 

7. September - Ein erster Transport Deutschstämmiger aus der Bukowina, v. a. aus der Stadt Czernowitz, trifft auf von Deutschland besetztem Territorium Polens ein

 

13. September - Auflösung der EWZ-Nebenstelle Pirna

 

25. September - Errichtung des Kommandos Sanock

Oktober

17. Oktober - Errichtung der EWZ-Verbindungsstelle Kattowitz

 

Herbst 1940 - Eingliederung des Generalgouvernement in das Deutsche Reich -

Dezember

18. Dezember - Hitler unterzeichnet die "Weisung Nr. 21" - Fall Barbarossa

 

20. Dezember - Gründung der Provinz Oberschlesien durch Vereinigung des alten schlesischen Regierungsbezirks Oppeln mit dem nunmehr installierten Regierungsbezirk Kattowitz. In diesem Regierungsbezirk werden die alten deutschen/deutsch-östereichischen Gebiete nördlich der Beskiden sowie einige ehemals kongressplonischen und galizische Kreise zusammengefasst -

1941

 

Januar

10. Januar - Vereinbarung zwischen der deutschen und der Regierung der UdSSR über die Umsiedlung von Reichsdeutschen und Volksdeutschen aus den Gebieten der Lettischen und Estnischen SSR in Riga

 

21. Januar - Offizieller Beginn des 3. Nahplans zur Ansiedlung der Bessarabien-, Dobrudscha- und Litauendeutschen

 

21. Januar - Bildung eines Ansiedlungsstabes für das Altreich/Ostmark - Leiter SS-Oberführer Hintze

Februar

14. Februar - Errichtung der UWZ in Kattowitz, die im 3. Nahplan die Umsiedlung von 200.000 Menschen aus Oberschlesien dirigieren sollte. Existierte seit dem 15.01.1941 unter der Bezeichnung "Sonderreferat Evakuierungs-Vorbereitungen". Leiter ist Rudolf Barth

 

26. Februar - Hitler ernennt Himmler "auch innerhalb der Partei" zu "seinem verantwortlichen Sachbearbeiter für alle Volkstumsfragen"

März

15. März - Letzter Zwangsumsiedflungstransport im Rahmen des 3. Nahplans: Statt 250.000 Menschen bis zum 1.5.1941 sind lediglich 25.000 Menschen ins Generalgouvernement abgeschoben worden

Mai

14. Mai - Erste Vorbereitungen für die Umsiedlung von 60.000 bis 70.000 Volksdeutschen aus dem besetzten Frankreich ins Elsass und nach Lothringen

 

15. Mai - Abschluss des deutsch-kroatischen Grenzvertrages zur Angliederung der "Südsteiermark" (Nordslowenien) an Deutschland

April

6. April - Beginn des Balkanfeldzuges (Jugoslawien und Griechenland): deutsche Truppen überschritten die jugoslawische Grenze. Am 17. April kapitulierte die jugoslawische Armee. Bereits am 10. April war Kroatien zum unabhängigen Staat proklamiert worden

 

16. April - Aufstellung eines Umsiedlungsstabes für die von Deutschland annektierten Gebiete Nordjugoslawiens. Die Aussiedlung von 220.000 bis 260.000 Slowenen sollte in drei "Wellen" erfolgen

Juni

22. Juni - Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges. - Deutscher Angriff auf die UdSSR - Die Sowjets beginnen Deutsche aus den westlichen Siedlungsgebieten nach Sibirien und Zentralasien zu verschleppen

 

Anfang Juni - Im Rahmen der sogenannten "Restumsiedlung aus Rumänien" sollten noch 8-10.000 Volksdeutsche abtransportiert werden, da das Projekt am 15.06. - angesichts der neuen Ostraumplanung - gestoppt wurde, sollten 4.532 Personen auf der Donau nach Wien verschifft werden

Juli

Ab Juli - Deportation der Deutschen aus den westlichen Teilen der Sowjetunion (Krim, Kaukasus, Teile des Schwarzmeergebietes).

August

31. August - Die deutsche und italienische Regierung schließt in Rom den Vertrag zur Umsiedlung der deutschen Staatsangehörigen und Volksdeutschen aus der Provinz Laibach (Gottschee-Deutschen), die vom November 1941 bis Februar 1942 stattfand und 13.500 Menschen betraf

 

25. August - DeutscheTruppen besetzen Dnjepropetrowsk/Dnjepr. Die Deutschen westlich des Dnjepr entgehen weitgehend der Verbannung

 

28. August - Beginn der Verschleppung der Wolgadeutschen nach Sibirien und Mittelasien aufgrund eines Dekrets vom selben Datum

 

23. September - Verordnung zur Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit für Eupen, Malmedy, Moresnet (Belgien) im RGBl. 1941 I S. 584

Oktober

14. Oktober - Verordnung über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit in den befreiten Gebieten der Untersteiermark, Kärntens und Krains im im RGBl. 1941 I S.648

Dezember

11. Dezember - Kriegserklärung Deutschlands an die USA

1942

 

März

24. März - Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark zur Einführung des Reichsarbeitsdienstes und des Wehrrechts in der Untersteiermark -

Mai

17. Mai - Mit dem Erlass des OKW/WFSt erklärte sich Hitler bereit, dass volksdeutsche Kriegsgefangene sowjetischer Staatsangehörigkeit unter bestimmten Voraussetzungen als Freiwillige in die deutsche Wehrmacht eingestellt werden konnten

Juli

7. Juli - Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten Kärntens und Krains zur Einführung des Arbeitsdienstrechts und des Wehrrechts in den besetzten Gebieten Kärntens und Krains

August

19. August - Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in Lothringen zur Einführung der Wehrpflicht in Lothringen

 

23. August - Verordnung zur Regelung der Staatsangehörigkeit im Elsass, in Lothringen und in Luxemburg im RGBl. 1942 I S. 533

 

25. August - Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung im Elsass zur Einführung der Wehrpflicht im Elsass

 

30. August - Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg zur Einführung der Wehrpflicht in Luxemburg

September

30. September - Vereinbarung zwischen der deutschen Regierung und der Regierung des Unabhängigen Staates Kroatien über die Umsiedlung von Angehörigen des deutschen Volkstums aus bestimmten Gebieten des Unabhängigen Staates Kroatien in das Deutsche Reich in Zagreb abgeschlossen

Oktober

1. Oktober - Das seit dem 17. April 1941 unter deutscher Zivilverwaltung stehende n�rdliche Slowenien wird dem Deutschen Reich angegliedert

1943/44

350.000 Russlanddeutsche werden im Wartheland angesiedelt, wo sie die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

1943

 

März

25. März - Erlass des RdL und ObdL/L Wehr über die Aufnahme Angehöriger der in das Reich eingegliederten Ostgebiete in die Deutsche

 

31. März - Die Verfügung des OKW über die Verwendung von Angehörigen der Abteilung 3 der Deutschen Volksliste ("Deutschpolen") lockert das am 1.12.1942 ausgesprochene Verbot der Verwendung im Ostheer

April

17. April - Erlass des OKW/AHA über den Wehrdienst der Umsiedler

 

24. April - Erlass des OKW Nr. 11 664/43 AHA/Ag E (I a) AHA/Ag E über den Wehrdienst von Absiedlern aus Elsass, Lothringen, der Untersteiermark und aus Oberkrain im RGBl. 1943 I S. 269

 

25. April - Verordnung über die Staatsangehörigkeit auf Widerruf im RGBl. 1943 I S. 269

Mai

12. Mai - Die deutsche Reichsregierung und die rumänische Regierung schlossen ein Abkommen über die Einreihung rumänischer Staatsbürger volksdeutscher Zugehörigkeit in die deutsche Wehrmacht - Waffen-SS

 

19. Mai - Erlass Hitlers über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einstellung (deutschstämmiger Ausländer) in die deutsche Wehrmacht, die Waffen-SS, die deutsche Polizei oder die Organisation Todt im im im RGBl. 1943 I S. 315. Dazu AO Himmlers vom 23.5.1944 und Zusäze des OKH vom 11.9.1944

19. Mai - Verordnung über die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit an die in die Deutsche Volksliste der Ukraine eingetragenen Personen im RGBl. 1943 I S. 321 veröffentlicht

 Juli

11. Juli - Ukrainische Nationalisten beginnen unter den Augen der deutsche Okkupanten ab dem zuerst in Pawliwka die polnische Zivilbev�lkerung systematisch zu ermorden - Massaker von Wolyn.

August

11. August - Vereinbarung zwischen der deutschen Regierung und der Regierung des Unabhängigen Staates Kroatien über die Umsiedlung kroatischer Staatsangehöriger und kroatischer Volkszugehöriger aus der Untersteiermark und aus den besetzten Gebieten Kärntens und Krains in das Gebiet des Unabhängigen Staates Kroatien in Zagreb abgeschlossen

Oktober

1. Oktober - Gründung des B.d.V. - Bund der Volksdeutschen in Frankreich

1944

 

April

Sowjetische Truppen besetzen bzw erobern am 10. April Odessa zurück. Etwa 350.000 Russlanddeutsche flüchten, um sich im Warthegau neu anzusiedeln.

Mai

20. Mai - Erlass des OKW/WEA über Gesuche von Angehörigen osteuropäischer Völker um Einstellung in die deutsche Wehrmacht. Der Erlass OKW/AHA/Ag/H Nr. 5519/43 vom 24.2.1943 (KVBl. IX, S. 73) wird aufgehoben. Für ostvölkische Freiwillige galt jetzt eine neue (nichtveröffentlichte) Regelung

 

Anordnung Himmlers über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einstellung (deutschstämmiger Ausländer) in die deutsche Wehrmacht, die Waffen-SS, die deutsche Polizei, des Reichsarbeitsdienstes und der Organisation Todt - 23. Mai

Juli

Anordnung des Leiters der EWZ zur Umsetzung des Runderlasses des Reichsministers des Innern vom 23. Mai 1944 zum "Führererlass" vom 19. Mai 1943 im RGBl. I S. 315 veröffentlicht - 18. Juli

Oktober

Deutsch-ungarische Vereinbarung zur Aufstellung einer Waffen-SS-Division - ohne Rücksicht auf Volkszugehörigkeit. - 25. Waffen-Grenadier-Division der SS (ungar. Nr. 1) - 23. Oktober

1945

 

Januar

12. Januar - Beginn der sowjetischen Winteroffensive. Viele Deutsche auf der Flucht.

Mai

8. Mai - Bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht. Massenweise Zurückverschleppung, zwangsweise Repatriierung der ethnischen Deutschen aus allen Besatzungszonen in die Sowjetunion und Deportation nach Sibirien und Zentral- und Mittelasien.

1948

 
 

26. November - Dekret des Obersten Sowjets: Verbannung auf "ewige Zeiten" festgeschrieben, Verlassen der Ansiedlungsorte ohne Sondergenehmigung mit Zwangsarbeit bis zu 20 Jahren bedroht.

1949

 
 

23. Mai - Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

 

7. Oktober - Gründung der Deutschen Demokratischen Republik.

1955

 
 

22. Februar  - Durch Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Februar werden die im Krieg erfolgten Einbürgerungen von Russlanddeutschen anerkannt.

 

9.-13. September - Besuch des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer in Moskau

 

13. Dezember - Dekret des Obersten Sowjets "über die Aufhebung der Beschränkungen in der Rechtsstellung der Deutschen und ihrer Familienangehörigen, die sich in der Sondersiedlung befinden". Aber: Keine Rückgabe des bei der Verbannung konfiszierten Vermögens und Verbot der Rückkehr in die ehemaligen Heimatkolonien.

1957

"Neues Leben", erste überregionale deutsche Zeitung nach dem Krieg, erscheint in Moskau. 1966 folgt die "Freundschaft" als Tageszeitung der sowjetdeutschen Bevölkerung Kasachstans" (heute "Deutsche Allgemeine Zeitung" in Alma-Ata).

1959

Deutsch-sowjetisches Abkommen über die Familienzusammenführung - 24. April.

1964

29. August - Erlass über die Teil-Rehabilitierung der Wolgadeutschen und Aufhebung des Deportationsdekrets vom 28.8.1941 (gilt auch für alle anderen Deutschen in der UdSSR).

1970

12. August - Abschluss des Moskauer Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der UdSSR über gegenseitigen Gewaltverzicht. Aussiedlerzahlen steigen.

1972

3. November - Freie Wahl des Wohnsitzes auch für Deutsche per Dekret zugesagt. Der Ukas wird aber nicht veröffentlicht.

1975

1. August-Unterzeichnungen der KSZE- Vereinbarungen von Helsinki. Weiteres Ansteigen der Aussiedlerzahlen ist nur von kurzer Dauer (Tiefpunkt 1985: 460Personen).

1979

Scheinversuch zur Gründung einer Autonomie in Kasachstan.

1986

28. August - Neues Gesetz über Ein- und Ausreise erleichtert die Familienzusammenführung. Danach stetiger Anstieg der Aussiedlerzahlen (1987 - 14.488, 1989-98.134, 1992-195.576).

1989

Ende März - Gründung der deutschen Gesellschaft "Wiedergeburt". Ihr oberstes Ziel: die Wiederherstellung der Wolgarepublik. An der Wolga öffentliche Proteste gegen die Rückkehr der Deutschen.

1990

1. Januar - Einwanderungs-Anpassungs-Gesetz (EAG). Erhebliche Leistungskürzung für die Aussiedler und Zuweisung eines vorläufigen Wohnsitzes für zwei Jahre.

1. Juli - Aussiedler-Aufnahme-Gesetz (AAG). Verfahren zur Aufnahme kann nur vom Herkunftsgebiet aus betrieben werden.

1991

1. Juli - Wiederherstellung des 1938 aufgelösten deutschen Rayons Halbstadt (Nekrassowo) im Altai.

1992

18. Februar - Oberster Sowjet der UdSSR beschließt Gründung des deutschen Rayons Asowo/Gebiet Omsk.

21. Februar - Dekret des russ. Präsidenten Jelzin über die Bildung eines deutschen Rayons und eines deutschen Bezirks (Okrug) in den Gebieten Saratow und Wolgograd.

10. Juli - Protokoll zwischen Deutschland und Russland zur stufenweisen (4-5 Jahre). Wiederherstellung der Wolgarepublik. August - Umfrage im Gebiet Saratow ergibt Mehrheit gegen Autonomie der Deutschen (in ländlichen Bezirken bis zu 80%).

Wolhynien wird ukrainisch ukrainisch (Wolinska Oblast, Rownoska Oblast, Schytomyrska Oblast) und weissrussisch.

1993

1. Januar - Kriegsfolgenbereinigungsgesetz. Festlegung einer hohen Aufnahmequote von ca. 200.000 jährlich aber einige Leistungseinschränkungen. Trotz deutscher Bemühungen, Russlanddeutsche von der Auswanderung abzuhalten, werden weitere 200.000 erwartet.

26.-28. Februar - 3. Kongress der Deutschen der ehemaligen UdSSR beschliesst:

Bildung eines Zwischen staatlichen Rates der Russlanddeutschen/Durchführung eines gesamtnationalen Referendums/Wahl eines Volkstages der Russlanddeutschen (als Vorparlament).

2003

11. Juli - Gedächtnisfeier und eine gemeinsame Erklärung beider Länder (Polen und Ukraine) zum Gedenken an die Opfer und zur Versöhnung in der zukünftigen Grenzregion der erweiterten EU.

 

 

 

 

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