Die Einwandererzentrale  (EWZ)

 

Die Einwandererzentralstelle - im weiteren als EWZ bezeichnet, wurde unter Übereinstimmung der obersten Reichsbehörden auf Grundlage des "Erlass des Führers und Reichskanzlers vom 7. Oktober 1939" Mitte Oktober 1939 (vermutlich am 11.10.) errichtet. Damit wurde eine Zentralbehörde bzw. Sammeldienststelle geschaffen, die aufgrund der im Herbst 1939 durch internationale Verträge einsetzenden Umsiedlungen deutscher Volksangehöriger aus europäischen Staaten, alle damit verbundenen behördlichen Massnahmen durchzuführen hatte.

Der Reichsführer-SS und Reichsminister des Innern - H. Himmler verfügte mit dem Erlass vom 6. Oktober 1943 also 4 Jahre nach Errichtung der EWZ, dass die "bisher dem Sonderbeauftragten des Reichsministers des Innern bei der Einwandererzentralstelle zustehenden Einbürgerungsbefugnisse für die Einbürgerung volksdeutscher Umsiedler" ab sofort direkt auf die Einwandererzentralstelle übergehen. Danach hatte die Einwandererzentralstelle die Einbürgerungsurkunden mit der Unterschrift "Der Reichsführer-SS - Reichsminister des Innern - Einwandererzentralstelle" abzuzeichnen. Gleichzeitig wurden der EWZ auch die Rechte für die Einbürgerungsbehörden Belgien, Frankreich, Serbien und Griechenland übertragen, die ebenfalls zuvor beim Sonderbeauftragten des Reichsministers des lagen. Die Einwandererzentrale mit dem Hauptsitz in Posen, später in Litzmannstadt, wurde mit der Rückführung, Umsiedlung und Einbürgerung dieser neuen Staatsbürger, die bis dahin alle eine fremde Staatsangehörigkeit besaßen, beauftragt. Die Hauptaufgabe der EWZ bestand also in der Erfassung von volksdeutschen Umsiedlern.Um eine Einheitlichkeit des Umsiedlererfassungsverfahrens zu gewährleisten und eine Beschleunigung der Massnahmen zu erzielen, wurde aus den bisherigen Spezialbehörden, denen im Normalfall der Vollzug dieser Massnahmen oblag, entsprechend vorgebildetes Fachpersonal der anderen Reichsverwaltungen zur EWZ als Reichsbehörde der allgemeinen und inneren Verwaltung abgeordnet und dort organisatorisch in einer einheitlichen Leitung zusammengefasst. In fachlicher Hinsicht unterstanden die Beauftragten dieser Behörden ihren Fachministerien bzw. Zentralbehörden. Organisatorisch wurde die EWZ dem Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (Amt III des Reichssicherheitshauptamt - RSHA) unterstellt.

Als eine Einrichtung der Polizei war die EWZ auch eine Institution des RKF, da sie von der Polizei im Auftrage des RKF, für dessen Zwecke errichtet wurde. Die EWZ war somit sowohl dem Chef Sipo und SD als auch dem RKF selbst, nicht aber dem Stabshauptamt /StHA) verantwortlich.Zur Erfüllung der Aufgaben wie, Erfassung, Feststellung der staatsbürgerlichen Verhältnisse, Anerkennung der Umsiedlereigenschaft, Ansatzentscheidung und Ausgabe der für die Umsiedler notwendigen Unterlagen, wurden im einzelnen Abordnungen von Reichsbehörden vorgenommen:

a) Abteilung I - Statistik - Statistische Erfassung -

a) Abteilung II - Planung - das Referat II D - Statistische Erfassung innerhalb dieser Abteilung, abgeordnet vom Statistisches Reichsamt.

b) Abteilung III - Meldestelle zur Erfassung und Ansatz, die eine meldepolizeiliche Erfassung, Erstellung und Ausgabe eines amtlichen Ausweises (Rückkehrer- und Umsiedlerausweis) an die Umsiedler durchführte und vom Chef der Ordnungspolizei und Chef der Sicherheitspolizei abgeordnet war.

c) Abteilung IV - Gesundheitswesen - gesundheitliche und erbbiologische Überprüfung der Personen- abgeordnet vom Reichsminister des Innern - Reichsgesundheitsführung.

d) Abteilung V - Staatshoheitsangelegenheiten - Klärung aller staatsrechtlichen Fragen, Fragen des Personen- und Familienstandes und Einbürgerung - abgeordnet vom Reichsminister des Innern.

e) Erfassung der Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren - abgeordnet vom Reichsjugendführer.

f) Berufsermittlung und Ansatzentscheidung - Erstellung des Berufsbildes zum Zwecke des An- und Einsatzes der Umsiedler - abgeordnet vom Reichsarbeitsministerium.

g) Karteiverbindungsstelle - zentrale Weiterleitung der EWZ-Karten an die Ansiedlungsstäbe und Benachrichtigung über den vollzogenen Ansatz - abgeordnet vom Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums - Stabshauptamt.

h) Rasse und Siedlungs-Eignungsprüfung - rassische Überprüfung der Umsiedler- abgeordnet vom Rasse- und Siedlungshauptamt SS.

i) Vermögensstelle - Überprüfung des zurückgelassenen und mitgebrachten Vermögens. Angeschlossen Verbindungsstelle der Reichsbank (bestand bis Sommer 1940) - abgeordnet vom Reichsfinanzminister.

j) Lichtbildwesen - Erstellung von Ausweislichtbildern, Fotokopien - abgeordnet vom Chef der Sicherheitspolizei.

Die zur EWZ kommandierten Beamten der Fachabteilungen blieben rechtlich den ursprünglichen Behörde zugehörig und erhielten die fachlichen Weisungen von der für sie massgebenden zuvor genannten Zentralstelle der EWZ.

Gliederung der EWZ

Die Einwandererzentralstelle (EWZ) gliederte sich wie folgt:

    • Führungsstab - Sitz in Litzmannstadt;
    • Nebenstellen und Fliegende Kommissionen, die innerhalb der verschiedenen Umsiedlungsaktionen nach Bedarf gebildet wurden;

Beim Führungsstab, den Nebenstellen und Fliegenden Kommissionen bestanden folgende Dienststellen:

    • Meldestelle (Chef der OrPo),
    • Ausweisstelle (Chef der Sipo).
    • Lichtbildstelle (Chef der Sipo),
    • Gesundheitsstelle (Reichsgesundheitsführer),
    • RuS-Dienststelle (Rasse- und Siedlungshauptamt-SS),
    • Staatsangehörigkeitsstelle (RdI, Abt. I)
    • Berufseinsatzstelle (Reichsarbeitsminister),
    • Darüber hinaus bestanden ausschliesslich beim Führungsstab weitere Dienststellen:
    • Organisationsstelle,
    • Informationsstelle,
    • Personalstelle,
    • Verwaltungsstelle,
    • Statistische Stelle (Statistisches Reichsamt),
    • Beauftragter der Umsiedlungstreuhandgesellschaft für den gewerblichen Einsatz,

Mit dem EWZ-Organisationsplan vom 1. Dezember 1941 gab es Aufgabenerweiterungen, die Änderungen für den Aufbau und die Verwaltung zur Folge hatte.

Nach der AO des Leiters der EWZ, vom 8.3.1944 gliederte sich die EWZ in Dienststelle des Leiters, den Führungsstab, den Aussendienststellen mit Neben- und Verbindungsstellen, Kommissionen und Kommandos.Leiter der EWZ war Obersturmbannführer Sandberger, später SS-Standartenführer von Malsen-Ponickau. Ihnen standen die jeweiligen Beauftragten des Reichsgesundheitsführers, Rasse- und Siedlungshauptamtes-SS, Statistischen Reichsamtes, Reichsarbeitsministers sowie der Hauptreferent für Schleusung beratend zur Seite.

Der Leiter des Führungsstabes als Stabsführer vertrat den Leiter der EWZ innerhalb des Führungsstabes personell und disziplinarisch bei sämtlichen Dienststellen. Die Referate Allgemeine Führungsaufgaben, SD-Dienststelle und Hauptregistratur unterstanden ihm direkt.

Die Leiter der Aussendienststellen (Nebenstellen, Verbindungstellen, Kommissionen und Kommandos) waren Vertreter des Leiters der EWZ und erhielten die Weisungen vom Leiter der EWZ bzw. vom Führungsstab. Die einzelnen Fachdienststellen erhielten ihre sachlichen Weisungen von den zuständigen Referaten/Abteilung des Führungsstabes über den Leiter der Aussendienststellen.

Die Verbindungsstelle in Berlin bestand zur Aufrechterhaltung der Verbindung zu den Ministerien. Nebenstellen wurden errichtet, wenn eine größere Erfassungstätigkeit eine örtlich günstig gelegene zentrale Leitung erforderte. Sie waren an sich vorrübergehender Art. Es bestanden Nebenstellen in Paris zur Erfassung der Umsiedler aus Frankreich, in Krakau zur Erfassung der Umsiedler aus Galizien, den Gebieten Weichsel-Ost und Weichsel-West sowie des Generalgouvernements

Da die Umsiedlergruppen nach ihrer Rückkehr in das Deutsche Reich zunächst über das gesamte Reichsgebiet verstreut, in Lager der Volksdeutschen Mittelstelle untergebracht wurden, musste ihre Erfassung durch sogenannte Fliegende Kommissionen erfolgen.

Diese Kommission bestand aus dem Kommissionsleiter und besaß folgende Fachdienststellen; die Melde- und Ausweisstelle, Lichtbildstelle, Arzt und Eignungsprüfer, Berufseinsatzstelle und Staatsangehörigkeitsstelle, die fachlich dem Abteilungsleiter des Führungsstabes unterstanden.

Eine Fliegende Kommission besaß eine Stärke von 35 bis 40 MitarbeiterInnen, die nach einem vom Führungsstab festgelegten Plan die Umsiedler innerhalb eines zugewiesenen Gebietes durchschleuste. Der etwa 3 bis 4 Stunden andauernde Arbeitsgang, auch Durchschleusung genannt, führte die Umsiedler durch 7 bis 9 aneinandergereihte Dienststellen. Im Normalfall erhielten die Umsiedler 48 Stunden nach Durchlauf der ersten Dienststelle ihren R�ckkehrerausweis und die Einbürgerungsurkunde ausgehändigt.

Eine besondere Kommission war der EWZ - Sonderzug , der aus 15 - besonders für die Erfassung eingerichteten D-Zugwaggons, mit einer Belegschaft von etwa 80 MitarbeiterInnen bestand. An einem Tag konnten so bis zu 500 Umsiedler erfasst / durchschleust werden.

Ende des Jahres 1944 betrug der Personalbestand 900 Mitarbeiter. Zur Zeit der Stillegung der EWZ, Ende Januar 1945 bestanden 9 Fliegende Kommissionen.

Das Personal wurde entlassen bzw. an andere Dienststellen abgegeben. Als einzige Fachdienststelle zur Weiterführung dringlicher fachlicher Aufgaben, verblieb in Solnhofen/Franken ein kleines Büro mit der Besetzung eines Beamten und acht Angestellten. Zur Abwicklung der finanziellen Fragen befand sich eine Abwicklungsstelle in Bad Wörrishofen im Allgäu.

Insgesamt wurden von der EWZ ca. 1.060.500 Personen erfasst. Daneben gab es im Rahmen des Erlasses über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit in der Wehrmacht, Organisation Todt Polizei, Reichsarbeitsdienst, vom 19. Mai 1943 mehrere tausende Erfassungen. Ferner konnten etwa über 100 Personen außerhalb der Umsiedlung eingebürgert werden.

 

Die "Fliegende Kommission"

Nicht alle Umsiedler und Deutschstämmigen konnten an einer fest installierte Dienststelle herangeführt werden, das ein großes Problem für den zeitlich beschränkten Ablauf der Durchschleusung darstellte.

 

Die Umsiedler und die Deutschstämmigen waren auf hunderte von Lager in nahezu allen Teilen des Altreichs, der Ostmark, des Sudetengaues und des Generalgouvernement verteilt. Um mit Effizienz arbeiten zu können, blieb der Einwandererzentralstelle (EWZ) also nichts weiter übrig als diesen Personenkreis durch sogenannte "Fliegende Kommissionen" zu erfassen, die in sich alle Dienststellen der EWZ enthielt und eine Stärke von 30 bis 50 Mitarbeiter umfassten.

 

Da der überwiegende Teil der Lager abseits der Bahnstrecken lag mussten diese "Fliegenden Kommissionen" motorisiert, d.h. mit Bussen, LKW, PKW ausgerüstet werden. Ferner war die EWZ im Besitz eines "Büro-Sonderzuges", der völlig nach den verwaltungsorganisatorischen Bedürfnissen dieser Dienststelle gebaut und ausgestattet wurde. Er enthielt 14 Wagons und "durchschleuste" die Lager, in der N�he der Bahnstrecken.

Der Sonderzug der EWZ

Eine Kommission besonderer Art innerhalb der Einwandererzentralstelle (EWZ) war die sogenannte "Fliegende Kommission" mit dem später eingerichteten "EWZ-Sonderzug" (27. April 1941 - 31. Mai 1942), der aus 15 - besonders zur Erfassung der Umsiedler eingerichteten D-Zugwaggons bestand.

 

Der Bau des Reichsbahnsonderzuges

Wie kam die EWZ zu diesem "Büro-Sonderzug" ?

Aufgrund der recht komplizierten und komplexen Arbeitsweise der "Fliegenden Kommission", kam es zu einer Überprüfung dieser Arbeitsstelle. Das mangelhafte Prüfungsergebnis veranlasste den Chef der Sicherheitspolizei und des SD, SS-Gruppenführer Heydrich dazu, dem RF-SS die Beschaffung eines Reichsbahnzuges als fahrbare Dienststelle für die EWZ (EWZ-Sonderzug) vorzuschlagen.

 

Der RF-SS genehmigte den Bau eines EWZ-Reichsbahnsonderzuges, der in allen Teilen den Bedürfnissen für die Tätigkeit der EWZ entsprechen sollte. Nach Aus- und Überarbeitung der Pläne durch das Reichsbahnzentralamt Berlin und Bereitstellung der erforderlichen Waggons, überwiegend veralteter französischer Lazarettwagen, einiger deutscher D-Zugwagen und eines polnischen Barwagens, wurde die Durchführung der Umbauarbeiten vom Reichsbahnausbesserungswerk Potsdam sofort in Angriff genommen und in einem Zeitraum von ca. 5 Monaten fertiggestellt.

 

Bei der Planung des Sonderzuges war davonauszugehen, dass einerseits eine Arbeitsstelle für eine große Kommission der EWZ einzurichten war und andererseits den Umsiedlern beim Betreten der ersten Behörde im Deutschen Reich - die "Fliegende Kommission", einen "entsprechenden Eindruck" zu verschaffen. Außerdem musste eine Zusammenfassung derjenigen Dienststellen -die rein dem Publikumsverkehr dienten auf engstem Raum, sowie eine Trennung von den Bearbeitungsräumen und den Technischen erfolgen.

Alle Arbeits- und Durchschleusungsräume wurden in einfacher Art, gleichmäßig ausgestattet. Eine stilistische Steigerung der optischen Gestaltung gab es für den letzten Durchschleusungsraum, da hier die Aushändigung der Einbürgerungsurkunden als feierlicher Akt, in würdiger Umgebung erfolgen sollte. Die Wände wurden daher mit eingelgtem Holz verkleidet und mit dem Hoheitszeichen verziert.

Die organisatorische Aufteilung des Sonderzuges

 

Der (Sonder)zug bestand - wie bereits zuvor erwähnt aus 15 Wagen, von denen 8 zur eigentlichen Durchschleusung und 4 zur technischen Bearbeitung (Kraftanlage, Lichtbildentwicklung u.s.w.) dienten. In den restlichen 3 Wagen befanden sich Bearbeitungsräume. Die Wagen 1 bis 3 des Sonderzuges enthielten Bearbeitungs- und Personalaufenthaltsräume. Im Wagen 1 waren zudem die Dieselmotoren für die Licht- und Kraftstromversorgung.

 

Im Wagen 4 betraten die Umsiedler die Meldestelle, in der die Personalien auf den Formblättern und Karteikarten eingetragen wurden. Diese wurden in einem braunen Umschlag an die folgenden Dienststellen weitergeleitet. Im Wagen 5 erfolgte die Aufnahme des für den Ausweis erforderlichen Lichtbildes und die Röntgenuntersuchungen im Reihenbildverfahren, die von jedem Umsiedler erstellt wurden.

 

Im Wagen 6 wurde von 4 Führsorgerinnen in Einzelräumen das Gesundheitsbild jeder Familie aufgenommen und auf Karteikarten eingetragen (Gesundheits-Karte) sowie eine Blutprobe entnommen. In den Wagons 7 und 8 befanden sich Untersuchungsräume mit Auskleidekabinen. Die gesundheitliche und erbbiologische Untersuchung erfolgte hier durch 8 Ärzte. In der Staatsangehörigkeitsstelle des Wagens Nr. 9 wurde der Einbürgerungsantrag entgegengenommen und nach Prüfung aller erarbeiteten Unterlagen auch dort entschieden. Die Erfassung der Berufsausbildung und Kenntnisse der Umsiedler erfolgte im 10. Wagen des Zuges.

 

Im Wagen Nr. 11 befand sich zunächst die Prüfstelle, die das bisherige Arbeitsergebnis prüfte und die Ansiedlungsbegiete, entsprechend den Vorgaben festlegte. Gleichzeitig liefen hier die Umsiedlerausweise und die Einbürgerungsurkunden zur Prüfung ein. In dem anschließenden Raum erfolgte die Ausgabe der Ausweise und Urkunden an die Umsiedler, die danach den Sonderzug als deutsche Staatsaneghörige verlassen konnten.

 

Büroräume der Verwaltung, der Statitistischen Abteilung und die Berufskartei befanden sich im Wagen Nr. 12. Hier wurde sofort eine Vervielfältigung der EWZ-Karte zur Weitergabe an die Einsatzstäbe vorgenommen. Unter Mitarbeit der Reichskriminalpolizei erfolgte im Spezialwagen Nr. 13 die Entwicklung und die Kopierung der Lichtbilder. Diese Dienststelle mußte am Tag bis zu 800 Aufnahmen entwickeln und etwa 1.500 bis 2.000 Kopien herstellen. Den Schluß bildete ein Gepäckwagen zur Aufnahme des Aktenmaterials (Registratur) und des zur Film- und Bildentwicklung benötigten Wassers, der im Winter zusätzlich beheizt wurde.

 

Mit diesem Sonderzug war zunächst die Erfassung von Umsiedlerm aus dem Südosten vorgesehen. Von etwa 120 SS-Angehörigen, Beamten und Angestellten wurden auf den Bahnhöfen pro Tag etwa 500 Umsiedler "durchgeschleust". Ende des Jahres 1944 betrug der Personalbestand 900 Mitarbeiter.

 

Diese Form bewährte sich in der Praxis durch die Konzentration der Dienststellen. Zur Zeit der Stillegung der EWZ, Ende Januar 1945 existierten 9 "Fliegende Kommissionen". Das EWZ-Personal wurde zu jener Zeit entlassen bzw. an andere Dienststellen abgegeben. Als einzige Fachdienststelle zur Weiterfährung dringlicher fachlicher Aufgaben, verblieb in Solnhofen/Franken ein kleines Büro mit der Besetzung: eines Beamten und acht Angestellten. Zur Abwicklung der finanziellen Fragen befand sich eine Abwicklungsstelle in Bad Wörrishofen im Allgäu.

Jörg Fröhlich 2002

Quellen/Nachweise

 


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